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Über Generationen zählte das Spiel im Freien zu den Selbstverständlichkeiten des Kinderalltags. Gemeinschaftlicher Treffpunkt war die Straße, ein Hinterhof, das unbebaute Grundstück in der unmittelbaren Nachbarschaft oder der Bachlauf am Waldrand.

Heute erleben wir, dass diese natürlichen Spielräume gerade für Kindergartenkinder zunehmend enger werden. Untersuchungen zur aktuellen Lebens- und Spielsituation von Kindern belegen auch im ländlichen Raum eine drastische Einschränkung der Spielorte und Begegnungsmöglichkeiten im direkten Wohnumfeld.

Kinder benötigen zur Entfaltung ihrer einzigartigen Persönlichkeit Orte, an denen sie selbstbestimmt mit Gleichaltrigen eigene Sinneserfahrungen sammeln und verarbeiten können. Einer dieser Orte kann bei entsprechender Gestaltung im Kindergarten das Außengelände sein.

Das naturnahe und weitläufige Außengelände des Kindergartens Tabaluga ist das gute Ergebnis eines intensiven Austausches zwischen Pädagogik, Elternwunsch und Architektur.
Unser pädagogisches Konzept war und ist Teil der Planungsgrundlagen für das gesamte circa. 10.000 qm große Außengelände, das neben den eher bekannten Bereichen wie Spielplatz und Sinnespfad auch die Einbeziehung der Natur als Lern- und Nutzraum für Kinder verwirklicht. Kinderspielplätze dürfen nicht entmündigen und bevormunden, sie sollen Selbstbestimmtes Handeln der Heranwachsenden ermöglichen und fördern.