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Grundlage für die Gestaltung des Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages in Kindergärten und Grundlage unserer Konzeption ist das Kinder- Jugendhilfegesetz Paragraph 22.

"Die Entwicklung von Kindern zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen."

Es ist ein Konzept

Die Basis dafür ist das Spiel!

Denn das Kind ist kein Erziehungsobjekt, das sich formen lässt. Im Mittelpunkt steht, die Potenziale der Kinder zu erkennen und zu fördern. Die Kinder brauchen vielfältige Anreize und Gelegenheiten der Selbsterkundung.

Das Spiel, die höchste Stufe des menschlichen Lernens!

"Die Seele des spielenden Kindes"

Es gibt nichts Wunderbareres und Unbegreiflicheres und nichts, was uns fremder wird und gründlicher verloren geht als die Seele des spielenden Kindes. Beim leiblichen Wohlstand und der überaus freigiebigen Güte meiner Eltern fehlte es mir an reichlichem Spielzeug nicht. Ich besaß Soldaten, Bücher, Legosteine, Schaukelpferde, Pfeife, Peitsche und Wagen, später auch Kaufladen, Waage, Spielgeld und Vorräte und zum Theaterspielen standen Kästen der Mutter zur Verfügung. Dennoch hängte sich meine Phantasie gerne an die weniger kommoden Gegenstände und schuf Pferde aus Schemeln, Häuser aus Tischen, Vögel aus Tuchlappen und ungeheuerliche Höhlen aus Wandofenschirm und Bettdecke.
Hermann Hesse

Das Spiel ist für die Kinder der wesentliche Bestandteil des Tagesablaufs. Das Spiel ist eine wichtige Methode für alle Bereiche der Kindergartenarbeit und durchdringt somit alle Schwerpunkte und Lernbereiche. Es bildet die Grundlage, unsere Zielstrebung zu erreichen. Beim Spiel kann das Kind verschiedene Verhaltensmöglichkeiten in bestimmten Situationen spielerisch ausprobieren und so die Vielfalt an möglichen Verhaltensweisen und Reaktionen kennen lernen. Die offene Gruppenarbeit eignet sich gut, Kinder in diesem Prozess zu unterstützen.

Wir bieten dem Kind Raum, Materialien und Zeit an, um schließlich selbstbestimmt alleine und mit anderen Kindern spielen zu können.

"Im Spiel bringen Kinder zum Ausdruck, wie sie ihre innere Welt und ihre Umgebung erleben und verstehen."
Malaguzzi

Die Spiellust unserer Kinder macht uns meistenteils Freude. Und das in erzieherischer Sicht aus gutem Grund. Im Hinblick auf die Bedürfnisse der Kinder und ihre notwendigen Lebenserfahrungen ist die folgende Definition von Spielzeug richtig: „Spielzeug ist alles, was man in die Finger bekommen kann und einem die Erwachsenen nicht gleich wieder wegnehmen“ (Mallaguzzi)

Das Spielzeug als Selbsterfahrung

Ein spielendes Kind erfährt, was es schon kann und wie es mit den Spielsachen und anderen Kindern zurechtkommt. Sein Selbstwertgefühl verstärkt sich, wenn der Tunnel durch den Sand nicht zusammenbricht, es mühelos den Schemel überspringt, der LEGO-Wagen fährt. Umgekehrt traut es sich weniger zu, wenn es nicht basteln und malen kann oder wenn es die anderen Kinder wegen einer Schwerfälligkeit auslachen, wegschubsen, bei Wettkämpfen ausschließen.

Der Mensch ist nur dann ganz Mensch, wenn er spielt.
Schiller