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Der Begriff „offen“ charakterisiert das Konzept sehr treffend:

Die Türen öffnen sich für mehr Freiraum der Kinder. Die Kinder können durch größere Entfaltungsmöglichkeiten spielerisch eine erweiterte Umwelt erfahren und werden offener für Neues und Anderes. Die Kinder haben die Möglichkeit sich in der Freispielphase von 7.00 - 10.30 Uhr in den Funktionsräumen und Spielecken aufzuhalten, in denen sie gerne spielen möchten.

Um einen Überblick zu behalten und auch Regelungen für die Kinder zu finden, gestalteten wir eine Magnetwand, die sich am Eingang befindet und auf dem alle Funktionsräume und Spielecken bildlich aufgezeigt sind. Jeder Raum bzw. Ecke hat eine bestimmte Anzahl von Plätzen, die mit Klebepunkten angegeben sind. Die Kinder können sich mit ihrem Bild in die Räume oder Spielecken pinnen soweit noch ein Punkt auf dem Bild frei ist. Jeder Funktionsraum verfügt über ein Protokollbuch, in dem festgehalten wird, welche Kinder wie oft in diesen Angebotsräumen spielen.

Sollten Kinder sich ständig nur in einem Spielbereich befinden, werden sie von den Erzieherinnen angeregt, auch einmal woanders zu spielen und gegebenenfalls durch gezielte Angebote in Kleingruppen hingeführt.

Zum Beispiel: Ein Kind spielt nie im Kreativraum. Es zeigen sich aber beim Ausschneiden, Malen etc. Defizite, die behoben werden sollen. So ist es unsere Aufgabe dieses Kind eventuell mit einigen anderen Kindern zusammen im Bewegungsraum (Grobmotorik) und auch im Kreativraum (Feinmotorik) zu fördern.
Die Auswertungen der Protokollbücher oder der Beobachtungen werden in den wöchentlichen Teambesprechungen durchgeführt.
Die Erzieherinnen wechseln 14-tägig ihren Dienst in den Funktionsräumen.

Der offene Kindergarten bietet einen günstigen Entwicklungsrahmen für heutige Kinder

Kinder brauchen eine Umgebung, die Aufforderungscharakter hat und gezielte Angebote, welche die Entwicklung unterstützen. Sie benötigen eine Umgebung, die zulässt, dass sie ausprobieren, entdecken und durch aktives Handeln Erfahrungen sammeln. Der offene Kindergarten hat statt der einzelnen kleinen Bereiche innerhalb des Gruppenraumes großzügige Spielbereiche, in den so genannten Funktionsräumen, in denen die Kinder die Möglichkeit haben sich auszuprobieren, zu entdecken und durch aktives Handeln Erfahrungen zu sammeln.

gibt unterschiedliche Funktionsräume wie

Die Spielbereiche sind so gestaltet, dass sie Aufforderungscharakter haben, die Materialien sind für die Kinder sichtbar und zugänglich aufbewahrt. Dadurch wird die natürliche Neugierde immer wieder geweckt und bleibt erhalten. Dinge und Vorgänge, die das Interesse wecken, regen zu intensiver und konzentrierter Beschäftigung an.

Es wird eine Umgebung, eine Atmosphäre geschaffen, in der Kinder nach ihren jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend aktiv werden können. Die Funktion der einzelnen Räume ist klar zu erkennen. Ordnung schafft Übersicht, deshalb ist es wichtig eine gewisse Ordnung einzuhalten. Zum Beispiel keine Verkleidungsutensilien in der Werkecke, kein Werkzeug im Bewegungsraum. Dadurch ist für Kinder eine Struktur zu erkennen, es ist klar, was wo stattfindet.

Sie ist Ausdruck eines intensiveren Dialoges und gemeinsamen Lernens zwischen Kindern und Erwachsenen.

Offene Planung teilt Zeit nicht zu, sondern nutzt sie als „Schatz“, nämlich Erlebniszeit zu werden.

Erika Kazeni-Veisari