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Allgemein:
Am 19. September 1918, ungefähr 2 Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges, wurde Johannes Krug aus Schwarz aus dem Heeresdienst entlassen. Der Grund des vorzeitigen Ausscheidens aus der Armee waren sicher der landwirtschaftliche Betrieb, der von seiner Ehefrau seit Kriegsbeginn alleine geführt wurde und die allg. Dienstordnung für die zur Ersatz-Reserve eingezogenen. Die Ersatz-Reservepflicht dauerte vom 20. bis zum 32. Lebensjahr.
Johannes Krug wurde am 3. März 1886 als Sohn des Landwirtes Johann Konrad Krug und der Elisabethe Gerbig als erster von 3 Brüdern in Schwarz/Großherzogtum Hessen geboren.
Am 19. Juni 1912 heiratete er Elisabethe Grünewald. Aus der Ehe gingen die Kinder Berta und Georg hervor. Von Beruf war Johannes Krug Landwirt.
Abbildung: Johannes Krug -
...lassen sich die militärische Ausbildung und sein Einsatz während des Krieges 1914-1918 verfolgen:
Der Diensteintritt in das Heer erfolgte am 11. Oktober 1906 als Ersatz-Rekrut beim Leibgarde-Infanterie-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 115 / 6. Kompanie in Darmstadt.
Seine Körpergröße war 168,5 cm Ausgebildet wurde Johannes Krug am Gewehr 98, 1. Schießklasse.
Am 25. September 1908 wurde Johannes nach knapp zweijähriger Dienstzeit zur Reserve entlassen. Geführt wurde er in der Truppenstammrolle beim Leibgarde-Infanterie-Regiment 115 unter: Nr. 42 für das Jahr 1906.
Vom 26. April 1913 bis zum 9. Mai 1913 wurde er zu einer 14-tägigen Übung beim Inf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116 / 8. Kompanie in Gießen einberufen.
Der Übertritt zur Landwehr 1. Aufgebotes erfolgte am 7. April 1914.
Infolge der Mobilmachung wurde Johannes Krug am 6. August 1914 zum Kriegsdienst eingezogen und beim Ersatz- Bataillon des Infanterie Regimentes 116 eingestellt.
Ausgerückt ins Feld ist er am 27. August 1914.
Im Feld wurde er der 9 Kompanie des Infanterie-Regiments 116 zugeteilt.
...hat er in Frankreich teilgenommen:
Ärztlich behandelt wurde Johannes Krug im Vereins-Lazarett in Alsfeld bis zum 23. Oktober 1914.
Alsdann wurde er der 3. Ersatz-Kompanie des Inf.-Rgts. 116 zugeordnet.
Am 19. Dezember 1914 dem 1. Ers.-Batl. des Inf.-Rgts. 116, 2. Verwundeten-Kompanie (Ers.-Batl. des Großherzoglich Hessischen Inf.- Rgts.), zugeteilt.
Er wurde am 15. Mai 1915 zum Ersatz-Landsturm-Infanterie-Bataillon II / 3. Kompanie, in Darmstadt versetzt.
Am 19. Juli 1915 zur 4. Kompanie im 2. Ers.-Batl. des Inf-Rgts. Nr. 115 in Darmstadt überwiesen.
Sodann am 13. September 1915 zum Res.-Inf.-Rgt. 222 versetzt und vom 21. September 1915 bis zum 29. Oktober 1915 beim Res.-Inf.-Rgt. 222 / 9. Kompanie im Felde eingestellt.
...hat er an der Ostfront (Ukraine) teilgenommen:
...hat er beim Regiment 389 Nordkarpaten/Ostgalizien/Ukraine teilgenommen:
Am 12. Januar 1918 wurde Johannes Krug laut Regimentsbefehl vom 9. Januar 1918, Nr. 11 269, zur Königlich-Preußischen Gebirgs-Maschinengewehr-Abteilung 203 versetzt.
hat er dort teilgenommen:
Am 30. Juni 1918 wurde Johannes Krug gem. Verfügung des Stellv. General-Kommandos, VI. Armee-Kommando Breslau, IC2 Nr. 3804/6.18, vom 14. Juni 1918, zwecks Arbeitsaufnahme auf dem elterlichen Gut freigestellt.
Er kam am 3. Juli 1918 formell zur Ersatz-Geb.-Masch.-Gewehr-Abt. Nr. 5 und wurde am selben Tag gem. Verfg. d. Stellv. Gen.-Kdos., 10. A.K. (X. Armee-Korps in Hannover), Kriegsamtsstelle, Abt. A 4 Nr. 2546.7.18 und 6553.8.18, zur Reserve als kv. entlassen.
Am 10. September 1918 wurde er ohne Versorgung zur Arbeitsaufnahme im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb widerruflich bis zum 31. Oktober 1918 zurückgestellt.
Johannes Krug wurde bereits am 19. September 1918 aus dem Heer nach Schwarz/Hessen, Bezirks-Kommando Gießen, entlassen.
lauteten alle Beurteilungen gemäß Führungszeugnis:
Führung: Gut
Strafen: Keine
...unter dem Johannes Krug aus Schwarz im August 1918 in der Krieg zog, sah folgendermaßen aus:
Am 3. Juli 1918 gem. Verfg. d. Stellv. Gen.-Kdos., 10. A. K. (X. Armee-Kommando in Hannover), Kriegsamtsstelle, Abt. A 4 Nr. 2546.7.18 und 6553.8.18, zur Reserve als kv. entlassen.
Entlassung aus dem Heeresdienst am 19. September 1918 nach Schwarz.
Zur Dienstzeit wurden aus dem Raum Alsfeld die meisten in die Infanterie - Regimenter 115 (Darmstadt), 116 (Gießen), 117 (Mainz), 118 (Worms), 168 (Friedberg) und die entsprechenden Kavallerie- und Artillerie - Regimenter eingezogen.
Der überwiegende Teil der hessischen Regimenter gehörte bei Kriegsbeginn 1914 zur 4. Armee, der die Aufgabe zugefallen war, von der Eifel aus über Luxemburg, den Bereich Neufchateau (Belgien) und Sedan in den Süden Frankreichs vorzudringen.
Während des Krieges erfolgten natürlich Verschiebungen von Truppenabteilungen innerhalb der Verbände.
Gerhard Habermehl, im August 2008